Verschleisskompensation bei Einsatz von nur einem Messwerkzeug in
einer Messreihe
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Wenn wir eine Vergleichsmessung von z.B. drei Medien/Formulierungen
mit jeweils drei Schnitten bzw. Messungen durchfuehren, kommt das
Werkzeug insgesamt 18 mal zum Einsatz (3 x 3 x 2 = 18). Obwohl mit 18
Anwendungen im Normalfall die Standzeit des Messwerkzeugs nicht
annaehernd erreicht ist, ist es jedoch eine Tatsache, dass zwischen dem
ersten und dem 18. Schnitt/Messung eine gewisse Abnutzung des
Messwerkzeugs stattfindet, die das Messergebnis verfaelschen koennte. Um
solche „Messfehler“ zu vermeiden, koennen wir entweder fuer jedes der
drei zu untersuchenden Schmier- bzw. Schmierkuehlstoffen
(Medien/Formulierungen) ein neues Messwerkzeug benutzen, oder aber wir
bedienen uns der TTT_Methode, die in der Lage ist, mit nur einem
Messwerkzeug diese Abnutzung vollstaendig zu kompensieren.
Wie immer beim Einsatz eines neuen Messwerkzeuges, lassen wir
dieses Messmittel 3 x „Einlaufen“.
Wir beginnen mit Medium A (drei Schnitte), fahren mit Medium B (drei
Schnitte) fort und beenden die erste Messreihe mit Medium C (drei
Schnitte). Diese Messserie bezeichnen wir mit A-a / B-a / C-a und
erstellen jeweils den sogenannten sum.cut zu jedem Medium.
Um nun die stattgefundene Abnutzung zu kompensieren, fuehren wir eine
zweite Vergleichsmessreihe, nicht wie oben beschrieben nach dem Muster
A-B-C, sondern in umgekehrter Reihenfolge durch; also Medium C (drei
Schnitte), es folgt Medium B (drei Schnitte) und wir enden schliesslich
mit Medium A (drei Schnitte) und erhalten ebenfalls die
zusammengefassten sum.cuts zu jedem Medium (C-b / B-b / A-b).
Auf diese Art und Weise ist es uns gelungen die Abnutzung des
Messwerkzeugs und die sich erhoehenden Drehmomente proportional zu
verteilen, um unverfaelschte Messergebnisse zu erzielen.
In diesem Zusammenhang, beachten Sie bitte unsere Information zur
sog. „Verschleppung“ bzw. „Carry-over-Effect“ zur Gewaehrleistung
unverfaelschter Messergebisse.
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